K I N D E R tagespflege - Qualität vor Ort!

1. Früher

waren es hilfsbereite Mütter, Bekannte etc. die sich in Notzeiten in der Kinderbetreuung gegenseitig unterstützten und die Kinder liebevoll umsorgten ...

Von der Nachbarschaftshilfe über die Professionalisierung zum "Beruf"

2. Gestern

waren es Tagesmütter die oft nebenbei im Haushalt und gegen einen bestimmten Obolus, einen oder mehrere Spielkameraden unterschiedlicher Altersgruppen, neben den eigenen Kindern betreuten.

Sie kamen dabei ihrem gewohnten Alltag nach.

Auch Schulkinder wurden nach dem Unterricht versorgt und in familiärer Atmosphäre bei den Hausaufgaben unterstützt.

Tagesmütter*väter

benötigten nun eine Pflegeerlaubnis.

Dies wurde. je nach Region, durch die zuständigen Jugendämter unterschiedlich umgesetzt.

Der Wandel

Schon seit 2005 befindet sich die familiennahe Betreuung von Kindern durch "geeignete Personen" in einem Umwandlungsprozess und ist schon längst keine nachbarschaftliche-ehrenamtliche Tätigkeit mehr.

Bundesweit gibt es mehr als 43.000 Kindertagespflegestellen.

Mit Änderung des KIFÖG 2008 wurde die Betreuung in Kindertagespflege neu geregelt und diese als gleichrangige Betreuungsform zu den Kindertageseinrichtungen gesetzlich verankert.

3. Heute

werden Kindertagespflegepersonen speziell für die Kinder unter drei Jahren qualifiziert und müssen regelmäßig an Fort-und Weiterbildungen teilnehmen. Sie sind aufgefordert pädagogische Konzepte zu entwickeln, bevor sie

eine Pflegeerlaubnis für bis zu fünf Kindern

(bei gleichzeitiger Betreuung) erhalten. Der Tagesablauf orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder.

Auch eine Kinderfrau, die im Haushalt der Eltern deren Kinder betreut, muss eine Pflegeerlaubnis besitzen.

Es gibt weitere Modelle in der Kindertagespflege:

  • Zusammenschlüsse
  • Großtagespflegestellen

Hier müssen weitere Bedingungen erfüllt werden.

Mindestanforderungen an Kindertagespflegepersonen im Kreis Segeberg

  • Eignungsprüfung
  • vollendetes 21.Lebensjahr
  • Kindertagespflege nach den Bestimmungen des § 22 SGB VIII
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • kindgerechte Räume
  • charakterlich und gesundheitliche Eignung
  • Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses
  • Gesundheitsattest
  • Erste Hilfe Kurs am Kind
  • Kinderschutzauftrag
  • pädagogische Eignung durch Nachweis einer einschlägigen pädagogischen Berufsausbildung oder die erfolgreiche Teilnahme an Qualifikation nach DJI-Curriculum
  • Das Kreisjugendamt kann gem.§ 23 Abs.3 Satz 2 SGB VIII auch feststellen, dass die Kindertagespflegeperson ihre Eignung auch in anderer Weise nachweist

Kindertagespflegepersonen

  • arbeiten berufsorientiert
  • sie sind in der Regel selbstständig tätig
  • sie müssen jährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben und für ihre Versicherungen selbst sorgen
  • Fortbildungen sind verpflichtend